CBD Extraktion und Herstellung von CBD Öl

Illustration zur Extraktion von CBD aus Hanf

CBD Extraktion ist der Schritt, der aus Nutzhanf einen Extrakt macht: Ein Lösungsmittel löst Cannabidiol (CBD) und weitere Pflanzenstoffe aus den Blüten. Die gängigen Verfahren arbeiten mit CO2, Ethanol oder Pflanzenöl als Lösungsmittel.

Nach der Extraktion folgt die Aufreinigung, und erst danach wird der Extrakt mit einem Trägeröl zum CBD Öl. „CBD Extraktion“ und „Herstellung von CBD Öl“ benennen also denselben Prozess aus zwei Blickwinkeln: einmal den Löseschritt, einmal den ganzen Weg vom Hanf bis in die Flasche.

Für dich als Käufer ist die CBD Herstellung kein Fabrikgeheimnis. Die Extraktionsmethode ist ein prüfbares Merkmal, das du auf der Produktseite und im Laborbericht nachlesen kannst. Wir zeigen dir, was du davon am fertigen Produkt wiedererkennst.

Wichtiger Hinweis: CBD-Produkte sind keine Arzneimittel und ersetzen in keinem Fall eine medizinische Behandlung. Sie dienen weder zur Diagnose, Behandlung noch zur Heilung von Krankheiten. Konsultiere immer deinen Arzt vor der CBD-Verwendung, insbesondere wenn du andere Medikamente einnimmst. Die Informationen in diesem Artikel dienen nur zu Informationszwecken und stellen keine medizinische Beratung dar. CBD-Öle von uWeed sind nicht zum Verzehr bestimmt: Lies die Packungsanweisungen sorgfältig und befolge alle Warnhinweise.

Was ist CBD Extraktion?

CBD Extraktion ist ein Trennverfahren, bei dem ein Lösungsmittel Cannabidiol (CBD), weitere Cannabinoide und Terpene aus den Blüten und Blättern von Nutzhanf löst. Das Ergebnis ist ein Rohextrakt: ein dunkles, harziges Konzentrat dieser Pflanzenstoffe, das noch kein CBD Öl ist. Ausgangsmaterial ist Hanf mit unter 1% THC.

Wie wird CBD gewonnen? Die Cannabinoide sitzen im Harz der Trichome, der feinen Harzdrüsen auf den Blüten von Nutzhanf. In der Pflanze liegt Cannabidiol überwiegend als Säureform CBDA vor.

CBD aus Hanf extrahieren heisst deshalb: ein Lösungsmittel wählen, in dem sich dieses Harz löst. Extraktion ist ein Lösevorgang, kein Pressvorgang. Hanfsamenöl, im Alltag oft Hanföl genannt, wird dagegen aus den Samen kaltgepresst und nicht extrahiert; es ist ein Speiseöl und ein anderes Produkt.

Um aus Nutzhanf CBD zu extrahieren, nutzen Hersteller je nach Verfahren CO2, Ethanol oder Pflanzenöl. Der Oberbegriff dafür ist Cannabis Extraktion, und wer von „Cannabisöl extrahieren“ spricht, meint denselben Lösevorgang. Bei jeder Cannabis-Extraktion entsteht zuerst der Rohextrakt. Auch „CBD Öl extrahieren“ ist deshalb ungenau, denn das CBD Öl entsteht erst später, wenn der Extrakt in einem Trägeröl gelöst wird.

Wie wird CBD Öl hergestellt?

CBD Öl wird in sechs Schritten hergestellt, vom geernteten Nutzhanf bis zur abgefüllten Flasche. Die Extraktion ist nur einer von sechs Schritten, und jeder hinterlässt eine Spur am Produkt.

  1. Ernte und Trocknung: Die Blüten von Nutzhanf werden geerntet und getrocknet.
  2. Decarboxylierung: Wärme wandelt die Säureform CBDA in CBD um.
  3. Extraktion: CO2, Ethanol oder Pflanzenöl lösen die Cannabinoide zum Rohextrakt.
  4. Winterisierung und Filtration: Kälte und Filter entfernen Wachse und Chlorophyll.
  5. Destillation: Im Vakuum werden die Cannabinoide des Extrakts konzentriert.
  6. Abmischen: Extrakt und Trägeröl ergeben das CBD Öl, dann die Laboranalyse der Charge.

Die Reihenfolge von Schritt 2 und Schritt 3 variiert je nach Hersteller. Wie CBD hergestellt wird, entscheidet sich vor allem in Schritt 3 sowie in den Schritten 4 und 5; die beiden folgenden Abschnitte gehen dort ins Detail. Schritt 6 siehst du direkt am Produkt: Bei Schweizer CBD Öl und CBD Extrakt stehen die deklarierte Konzentration und das Trägeröl in den Produktdetails.

5 CBD Herstellungsverfahren im Vergleich

Die fünf CBD Herstellungsverfahren unterscheiden sich vor allem im Lösungsmittel, und daraus folgen Temperatur, mitgelöste Begleitstoffe und der nötige Aufreinigungsaufwand. Vier arbeiten mit einem eigenen Lösungsmittel, von Gas unter Druck (CO2) über Alkohol (Ethanol) und Pflanzenöl bis zu Kohlenwasserstoffen (Butan, Propan). Das fünfte, Ultraschall, ist ein Hilfsverfahren, das mit Ethanol oder Öl kombiniert wird.

Die Tabelle stellt die Extraktionsmethoden im Vergleich nebeneinander, geordnet nach dem Lösungsmittel; Ultraschall fehlt darin, weil er kein eigenes Lösungsmittel mitbringt. Lies sie von links nach rechts: Je mehr ein Lösungsmittel mitlöst, desto mehr Aufreinigung braucht der Rohextrakt danach.

▼KriteriumCO2EthanolPflanzenölButan und Propan
LösungsmittelKohlendioxid unter DruckAlkoholOlivenöl, MCT-Öl oder Hanfsamenölverflüssigtes Gas
Temperaturbereichniedrig bis mittelniedrig bis mittelmittelniedrig
Mitgelöste Begleitstoffewenige, steuerbarviele: Chlorophyll und Wachseviele, bleiben im Ölwenige
Nötige Aufreinigungmittelhochkeine, der Auszug bleibt wie er isthoch, das Gas muss vollständig entfernt werden
Restlösungsmittel im Laborberichtentfällt, CO2 entweicht als GasEthanol, wo geprüftentfällt, das Öl bleibt als TrägerölButan und Propan, wo geprüft
Typisches EndproduktExtrakt für CBD ÖlExtrakt für CBD Ölniedrig konzentrierter ÖlauszugKonzentrat

Die Temperierung ist bei jeder botanischen Extraktion der gemeinsame Stellhebel: Je kühler gearbeitet wird, desto mehr Terpene bleiben im Extrakt. Drei Dinge nimmst du aus dem Vergleich mit:

  • CO2: Das Lösungsmittel entweicht nach der Extraktion als Gas, dafür ist der Anlagenaufwand hoch.
  • Ethanol: Alkohol löst viel und braucht deshalb mehr Aufreinigung.
  • Butan und Propan: ein Verfahren für Konzentrate, das nur in geschlossene Industrieanlagen gehört.

Kein Verfahren ist pauschal das beste: Das Lösungsmittel bestimmt den Aufreinigungsaufwand, und der zeigt sich später am Extrakt. Lösungsmittelfreie Verfahren wie Pressung, Siebung oder Eiswasser-Trennung liefern andere Produkte und keinen Extrakt für CBD Öl.

1. CO2 Extraktion mit überkritischem Kohlendioxid

Die CO2 Extraktion nutzt überkritisches Kohlendioxid als Lösungsmittel. Oberhalb seines kritischen Punkts, bei rund 31 °C und 74 bar, verhält sich CO2 zugleich wie ein Gas und wie eine Flüssigkeit. Bei der CO2 Extraktion von Hanf durchdringt es in diesem Zustand das Pflanzenmaterial und löst Cannabinoide und Terpene heraus. Druckfeste Anlagen machen die überkritische CO2 Extraktion von Cannabis und Hanf zu einem Industrieverfahren.

Über Druck und Temperatur steuern Hersteller, was gelöst wird. Unterhalb des kritischen Punkts arbeitet die Anlage subkritisch, mit flüssigem statt überkritischem CO2. Kühler und mit weniger Druck bleiben mehr Terpene erhalten, während die Ausbeute sinkt. Für einen terpenreichen CBD CO2 Extrakt ist das der handwerkliche Kompromiss: mehr Hanfaroma, weniger Menge. Was Terpene im Cannabis sind und wie sie das Aroma prägen, erklärt ein eigener Ratgeber.

Nach der Extraktion mit CO2 wird der Druck abgelassen: Das Kohlendioxid wird wieder gasförmig, trennt sich im Abscheider vom Extrakt und wird im Kreislauf zurückgeführt. Dass CO2 nach der Extraktion als Gas entweicht, ist eine Eigenschaft des Prozesses. Der CO2-Extrakt wird danach meist noch winterisiert. Bei CBD Öl aus CO2 Extraktion steht die Angabe „CO2-Extraktion“ in den Produktdetails; in unserem Sortiment ist die CO2-Extraktion von CBD das am häufigsten genannte Verfahren. Die Angabe nennt dir das Lösungsmittel, über das Spektrum entscheidet erst die Aufreinigung danach.

2. Ethanol Extraktion mit Alkohol als Lösungsmittel

Die Ethanol Extraktion basiert auf den Eigenschaften dieses polaren Lösungsmittels, das CBD, andere Cannabinoide sowie Terpene effektiv lösen kann. Ethanol greift damit breiter als CO2 und löst gründlich: auch Chlorophyll und Pflanzenwachse, die im Extrakt nicht erwünscht sind. Vor der Filtration ist der Rohextrakt deshalb dunkelgrün und riecht kräftig nach Hanf.

Bei der CBD Extraktion mit Alkohol entscheidet die Temperatur. Kalt geführt löst Alkohol weniger Begleitstoffe, warm geführt arbeitet er schneller; die Kaltextraktion schont zudem die Terpene. Anschliessend wird der Alkohol abgedampft und zurückgewonnen, also aufgefangen und wiederverwendet. Der Extrakt wird danach winterisiert und gefiltert. Zur Alkohol-Extraktion gehört die Aufreinigung deshalb immer dazu.

In den Produktdetails steht dann „Ethanol“ als Extraktionsmethode, und im Laborbericht erscheint Ethanol unter Restlösungsmittel, wo dieser Wert geprüft wurde. Gemeint ist mit CBD Extraktion durch Ethanol immer die industrielle Herstellung in geschlossenen Anlagen, nicht das Ansetzen zu Hause.

3. Ultraschall Extraktion von CBD

Die Ultraschall Extraktion von CBD nutzt Ultraschallwellen zur Erzeugung akustischer Kavitation in einem Lösungsmittel. Die erzeugten Mikroblasen implodieren und erleichtern das Aufbrechen der Zellwände, sodass die Cannabinoide schneller in Lösung gehen, ohne dass stark erhitzt wird. Ultraschall beschleunigt die Extraktion also nur: Er ist ein Hilfsverfahren, das mit Ethanol oder Öl kombiniert wird. Das Lösungsmittel bleibt dasselbe, verkürzt wird die Zeit, die es braucht.

Im industriellen Massstab ist die ultraschallunterstützte Extraktion weniger verbreitet als CO2 und Ethanol. Bei CBD taucht die Angabe „Ultraschall“ trotzdem in den Produktdetails einzelner Öle auf. In unserem Sortiment nennen zum Beispiel die Alpsbee CBD Öle die Ultraschall-Extraktion als Verfahren.

4. CBD Extraktion mit Olivenöl und anderen Pflanzenölen

Die CBD Extraktion mit Olivenöl ist das einfachste Verfahren und zugleich das mit der geringsten Konzentration. Cannabinoide sind fettlöslich: Bei dieser Ölextraktion wird decarboxyliertes Pflanzenmaterial in erwärmtem Pflanzenöl ausgezogen, eine Mazeration mit Olivenöl, MCT-Öl oder Hanfsamenöl. Das Öl ist Lösungsmittel und Trägeröl zugleich und wird nicht abgetrennt. Es ist das einzige Lösungsmittel, das im Produkt bleibt: Sobald das Pflanzenmaterial abgefiltert ist, ist der Auszug fertig.

Ein Ölauszug lässt sich nicht aufkonzentrieren, hohe Prozentwerte sind so kaum erreichbar. Deshalb ist die Ölextraktion das Verfahren der Selbermacher, während Hersteller meist einen konzentrierten Extrakt im Trägeröl lösen. Welche Trägeröle für CBD Öl üblich sind, siehst du in den Produktdetails, zum Beispiel Kokosöl (MCT), Hanfsamenöl oder Olivenöl.

5. BHO Extraktion mit Butan und Propan

Die BHO Extraktion verwendet verflüssigtes Butan oder Propan als Lösungsmittel für Cannabinoide und Terpene; BHO steht für Butane Hash Oil. Das Ergebnis ist ein festes bis wachsartiges Konzentrat und kein Extrakt, der in einem Trägeröl zu CBD Öl wird. Butan als Lösungsmittel für Konzentrate gehört damit in eine andere Produktkategorie als das Öl.

Die Extraktion erfolgt in geschlossenen Kreisläufen, und das Gas muss danach vollständig entfernt werden: Industriell werden Lösungsmittelreste im Vakuumofen entfernt. BHO reinigen ohne Vakuum ist nicht verlässlich möglich, weil sich die Reste ohne Vakuumtechnik nicht kontrolliert austreiben lassen. Das Verfahren gehört deshalb nur in geschlossene Industrieanlagen.

Butan ist hochentzündlich: Zu Hause ist dieses Verfahren wegen der Explosionsgefahr lebensgefährlich.

Aufreinigung des Hanfextrakts nach der Extraktion

Der Rohextrakt ist dunkel und wachsig: Neben Cannabinoiden enthält er Wachse, Fette und Chlorophyll. Erst die Aufreinigung des Hanfextrakts entscheidet, ob daraus ein Vollspektrum-Extrakt, ein Destillat oder ein Isolat wird. Vier Schritte führen vom Rohextrakt zum Isolat, je nach Zielprodukt nicht alle: Decarboxylierung, Winterisierung mit Filtration, Destillation und Kristallisation.

Je weiter aufgereinigt wird, desto heller wird der Extrakt und desto weniger Begleitstoffe enthält er.

Decarboxylierung als Aktivierung von CBD

Decarboxylierung wandelt die saure Form CBDA durch Wärme in CBD um: Die Carboxylgruppe wird als Kohlendioxid abgespalten. Mehr sagt der Begriff „Aktivierung von CBD“ nicht, er ist chemisch gemeint. In der Pflanze liegt Cannabidiol als Cannabidiolsäure vor, erst die Wärme macht daraus CBD.

Der Schritt geschieht am getrockneten Pflanzenmaterial vor der Extraktion oder danach am Extrakt; manche Hersteller führen die Decarboxylierung in Öl durch. Cannabis decarboxylieren heisst in der Industrie, Temperatur und Dauer so zu führen, dass möglichst viel CBDA umgewandelt und möglichst wenig CBD abgebaut wird. Am Produkt steht „decarboxyliert“ für die goldfarbene statt der dunklen Stufe. Zu viel Hitze baut Cannabinoide wieder ab, dazu mehr im Abschnitt zum Cannabidiol Abbau.

Winterisierung und CBD Filtration

Winterisierung besteht aus der kontrollierten Kühlung des in Ethanol gelösten Extrakts: In der Kälte fallen mitextrahierte Wachse und Fette aus. Sie ist Kälte als Trennverfahren, denn was bei Kälte fest wird, bleibt im Filter. Die CBD Filtration trennt die ausgefallenen Wachse und Fette ab, Aktivkohle kann zusätzlich Chlorophyll binden. Winterisiert wird vor der Destillation, damit diese Lipide nicht in den nächsten Schritt wandern.

Das Ergebnis siehst du: Aus einem trüben, zähen Rohextrakt wird ein klarerer, dünnflüssigerer Extrakt, der im Trägeröl nicht eintrübt. Nach der Ethanol-Extraktion gehört der Schritt fest dazu, nach der CO2-Extraktion ist er üblich. Wo sie hinterlegt ist, findest du das Ergebnis in den Produktdetails als Filtrationsstufe wieder.

CBD destillieren vom Rohextrakt zum Destillat

CBD destillieren heisst, den Extrakt zu erhitzen, bis die Cannabinoide verdampfen, und den Dampf getrennt wieder aufzufangen. Destillation trennt nach Siedepunkt, und weil Cannabinoide Hitze schlecht vertragen, geschieht das im Vakuum. Im Vakuum sinkt der Siedepunkt: Es wird bei tieferer Temperatur destilliert und weniger Cannabidiol abgebaut.

Der CBD Siedepunkt ist deshalb keine feste Zahl, er hängt vom Druck ab. Als Richtwert nennt der Merck Index 187 bis 190 °C bei 2 mmHg, also bei stark vermindertem Druck. Kurzwegdestillation und Molekulardestillation sind die gängigen Bauformen. Aufgefangen wird in Fraktionen: zuerst die leicht flüchtigen Terpene, danach die Cannabinoide.

Das Ergebnis ist ein helles, klares CBD Destillat mit hohem Cannabinoid-Anteil, in dem die Terpene weitgehend fehlen. Am Produkt ist „destilliert“ die klare Stufe. Breitspektrum und Isolat bauen in der Regel auf dem Destillat auf.

Herstellung von CBD Kristallen durch Kristallisation

CBD Kristalle sind der Endpunkt der Aufreinigung: Das Destillat wird so weit aufgereinigt, bis nur noch Cannabidiol auskristallisiert. Dafür wird es in einem Lösungsmittel gelöst und durch Abkühlen zum Auskristallisieren gebracht. Die Kristalle werden abgetrennt, gewaschen und getrocknet.

Bei der Herstellung der CBD Kristalle entsteht so CBD Isolat als weisses, nahezu geruchloses Pulver oder Kristall. Terpene und andere Cannabinoide sind darin nicht mehr enthalten, den CBD-Anteil weist der Laborbericht des jeweiligen Produkts aus. Bei uWeed bilden CBD Kristalle und CBD Isolat eine eigene Kategorie.

Was verrät die Extraktionsmethode über dein CBD Öl?

Die Extraktionsmethode verrät dir, welches Lösungsmittel und wie viel Aufreinigung hinter deinem CBD Öl stehen, und damit, welche Pflanzenstoffe im Extrakt geblieben sind. Sie ist ein Merkmal, kein Gütesiegel. Nachlesen kannst du die Herstellung an drei Stellen: am Spektrum, an der Angabe der Extraktionsmethode und im Laborbericht.

Die Farbe ist die Faustregel dazu: Dunkel ist roh, golden ist decarboxyliert, klar ist destilliert. Je weniger aufgereinigt wurde, desto kräftiger sind Farbe und Hanfaroma.

Die beiden folgenden Abschnitte zeigen, was das Spektrum über die Aufreinigung sagt und wo du die Angaben am Produkt findest.

Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat als Ergebnis der Aufreinigung

Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat sind drei Haltepunkte desselben Prozesses: Wie weit aufgereinigt wird, bestimmt das Spektrum. Am wenigsten aufgereinigt ist der Vollspektrum-Extrakt, der nach der Winterisierung das Cannabinoid-Profil und die Terpene der Pflanze behält, mit unter 1% THC. Beim Breitspektrum-Extrakt trennt ein zusätzlicher Schritt das THC weitgehend ab. Am Ende der Achse steht das CBD Isolat, das nur noch Cannabidiol enthält. Je mehr Begleitstoffe im Öl bleiben sollen, desto früher liegt der Haltepunkt.

Extraktionsmethode auf Etikett und Laborbericht

Vollspektrum, Breitspektrum und Isolat sind drei Haltepunkte desselben Prozesses: Wie weit aufgereinigt wird, bestimmt das Spektrum. Am wenigsten aufgereinigt ist der Vollspektrum-Extrakt, der nach der Winterisierung das Cannabinoid-Profil und die Terpene der Pflanze behält, mit unter 1% THC. Beim Breitspektrum-Extrakt trennt ein zusätzlicher Schritt das THC weitgehend ab. Am Ende der Achse steht das CBD Isolat, das nur noch Cannabidiol enthält. Je mehr Begleitstoffe im Öl bleiben sollen, desto früher liegt der Haltepunkt. Die ersten beiden Haltepunkte findest du im Shop als eigene Kategorie: Vollspektrum CBD Öl mit dem Profil der Pflanze und Breitspektrum CBD Öl mit einem Schritt mehr Aufreinigung.

Das kannst du prüfen:

  • Produktdetails oder Etikett: die Angabe der Extraktionsmethode, etwa CO2-Extraktion, Ethanol oder Ultraschall
  • Spektrum und Filtrationsstufe: roh, decarboxyliert oder destilliert
  • Laborbericht (Analysezertifikat): das Cannabinoid-Profil mit CBD-Gehalt und THC-Gehalt der Charge
  • Restlösungsmittel im Laborbericht: wo geprüft, eine eigene Zeile und damit die Kontrolle zur Methode

Nicht jeder Bericht deckt jeden Parameter ab. Liefert eine Marke keinen Bericht, steht das beim Produkt. Was die Prozentangabe auf dem Etikett bedeutet, erklärt der Ratgeber zur Konzentration von CBD Öl in Prozent.

CBD Extraktion in der Schweiz unter 1% THC

Bei der CBD Extraktion in der Schweiz ist die THC-Grenze die eigentliche Aufgabe des Herstellers, denn sie gilt nicht nur für die Pflanze. Hanf und Hanfzubereitungen mit einem Gesamt-THC-Gehalt unter 1% gelten nicht als Betäubungsmittel; ab 1% greift das Betäubungsmittelrecht.

▼MerkmalAngabe
LandSchweiz
Grenzwertunter 1% Gesamt-THC
Gilt fürHanf und Hanfzubereitungen; bei Kosmetika auch für jedes Zwischenprodukt der Herstellung

Extraktion konzentriert alle Cannabinoide, auch die THC-Spuren des Nutzhanfs. Für die CO2 Extraktion in der Schweiz gilt dasselbe wie für Ethanol: Der Hersteller muss den Prozess so führen, dass jedes Zwischenprodukt unter 1% THC bleibt, etwa indem er den Extrakt im Trägeröl verdünnt oder THC abtrennt. Der Laborbericht weist den THC-Gehalt der Charge aus.

Die Grenze ist eine Rechtstatsache. Bei Breitspektrum-Extrakten wird THC in einem eigenen Schritt zusätzlich abgetrennt. Den rechtlichen Rahmen im Einzelnen findest du im Ratgeber CBD legal in der Schweiz.

Cannabidiol Abbau durch Hitze, Licht und Sauerstoff

Cannabidiol Abbau meint hier den chemischen Zerfall des Moleküls im Extrakt, nicht den Stoffwechsel im Körper. Drei Treiber bauen Cannabidiol ab, vor und nach der Abfüllung: Hitze, UV-Licht und Sauerstoff. Sauerstoff oxidiert das Molekül, Hitze und Licht beschleunigen den Zerfall. Hersteller begegnen dem im Prozess mit niedrigen Temperaturen, Vakuum und Schutzgas.

Was im Prozess gilt, gilt auch in der Flasche: Der CBD-Gehalt sinkt mit der Zeit, schneller bei Wärme, Licht und offenem Verschluss. Achte deshalb auf Braunglas, denn dunkles Glas schützt vor UV-Licht, und auf einen dichten Verschluss. Wie sich CBD Öl richtig lagern lässt, erklärt der Ratgeber zur Haltbarkeit.

Häufige Fragen zur CBD Extraktion

Drei Fragen zur CBD Extraktion tauchen beim Lesen von Produktseite und Laborbericht immer wieder auf.

Bleiben nach der Extraktion Lösungsmittel im CBD Öl zurück?

Ob nach der Extraktion Lösungsmittel im CBD Öl zurückbleiben, hängt vom Verfahren ab und wird im Labor gemessen. CO2 entweicht als Gas, Ethanol wird abgedampft, Butan im Vakuum entfernt. Ob Lösungsmittelrückstände bleiben, zeigt die Zeile Restlösungsmittel im Laborbericht, wo sie geprüft wurde. Öffne deshalb den Bericht auf der Produktseite und suche diese Zeile; fehlt sie, wurde der Wert in dieser Analyse nicht bestimmt.

Ist CBD Öl aus CO2 Extraktion automatisch bio?

Nein, CBD Öl aus CO2 Extraktion ist nicht automatisch bio. „Bio“ beschreibt den Anbau des Hanfs und eine Zertifizierung, die CO2 Extraktion beschreibt das Verfahren. Ein Öl kann CO2-extrahiert und nicht bio sein, und umgekehrt. Massgeblich ist das Bio-Merkmal, das beim einzelnen Produkt hinterlegt ist. Schau in den Produktdetails deshalb nach beiden Angaben getrennt: einmal nach der Extraktionsmethode, einmal nach „bio“.

Kann man CBD zu Hause selbst extrahieren?

CBD zu Hause selbst extrahieren gelingt nur als Ölauszug: Er kommt als einziges Verfahren ohne Industrieanlage aus, während CO2-Extraktion, Destillation und Butan geschlossene Anlagen brauchen. Butan zu Hause ist wegen der Explosionsgefahr lebensgefährlich. Ein Ölauszug bleibt niedrig konzentriert, und ohne Laboranalyse bleibt der Gehalt unbekannt. Ob sich CBD Öl selber herstellen lohnt, ist deshalb vor allem eine Frage von Gehalt und Kontrolle.

Fazit zur CBD Extraktion

CBD Extraktion heisst: Ein Lösungsmittel löst Cannabinoide aus Nutzhanf. Für CBD Öl sind CO2 und Ethanol die verbreiteten Verfahren, und der Unterschied liegt im Aufreinigungsaufwand. Die Aufreinigung bestimmt danach das Spektrum, von Vollspektrum über Breitspektrum bis zum Isolat.

Wer weiss, wie CBD Öl entsteht, liest eine Produktseite anders: Methode, Spektrum und Laborbericht gehören zusammen. Welches Verfahren hinter einem Öl steht, erkennst du an Farbe, Spektrum und der Angabe in den Produktdetails. Prüfe deshalb Produktdetails und Laborbericht, bevor du dich entscheidest. So findest du Schweizer CBD Öl mit nachlesbarer Herstellung.

CBD Öl ansehen

Profilbild von Loic AubonneyLoic Aubonney